Ökologie:
Mit blühenden Geistesblitzen gegen wuchernden Wahnwitz
„Als grösstes Marktversagen, das die Welt je gesehen hat“, geisselte der ehemalige Chefökonom der Weltbank, Sir Nicolas Stern, die sich anbahnende Klimakatastrophe.
Für mich als Gartengestalter geht es jetzt darum, dass die Unternehmen einsehen, dass sie mit klimaschonenden Lampen, Fernsehgeräten , Öfen, Apparaten und Maschinen dank Energieeffizienz viel Geld verdienen und mit neuen Energien gewaltige Gewinne realisieren können.
Diese zarten Pflanzen werden wachsen, haben Wachstumschancen, führen zu einer eigentlichen Wertschöpfungskette. Davon bin ich überzeugt.
Das wären dann, um im Gärtnerjargon zu bleiben, keine Saisonpflanzen mehr, sondern so genannt perennierende, also mehrjährige Pflanzen. Pflanzen, die sozial, ökonomisch und ökologisch die bezauberndsten Blüten hervorbrächten. Auch die traumhafte Blüte der Nachhaltigkeit. Das hiesse zum Beispiel, Güter über längere Distanzen auf die Schiene zu verfrachten und den Ausbau des Öffentlichen Verkehrs in den Agglomerationen voranzutreiben. Das hiesse zum Beispiel konsequent biologisch landwirtschaften. Das hiesse zum Beispiel Sonnenkraftwerke, Windkraftwerke, Biomassenkraftwerke, Erdwärmekraftwerke. Das hiesse weiter Häuser im Minergiestandard.
Gemäss Sir Nicolas Stern setzte der globale Markt im Bereich Energie für saubere Technologie im Jahr 2005 44 Milliarden Dollar um. Der Ökonom rechnet vor, dass ein wirtschaftlich vernünftiger Klimaschutz der Grössenordnung nach zu einer Verzehnfachung dieses Marktes führen wird.
Der Humus für saubere Technologie sind einerseits politisch gewollte Anreizsysteme wie Einspeiseregelungen und Steuererleichterungen. Weitere Treiber sind hohe Öl-, Gas-und Strompreise sowie die strategische Versorgungssicherheit. Nicht zuletzt treibt auch der hohe Ersatzbedarf für alternde Kraftwerke den Markt an.
Das sind Blumen, Sträucher und Bäume, die ich in Bern gern anpflanzen und pflegen würde.
