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CVP

Ökologie, Energie, Klima


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Andreas Dreisiebner, Präsident CVP-Seuzach-Hettlingen, Präsident CSP-Gruppe der CVP Kt. ZH, KR-Kandidat

Mit Augenmass gegen Technologiegläubigkeit

Als Gartengestalter weiss ich, dass die Natur ein Stück „offenen“ Boden sehr schnell wieder begrünt. Es sei denn, dass wir Gärtner schneller gewesen sind und standortgerechte Pflanzen eingesetzt haben. So ähnlich verhält es s ich auch im politischen Garten. Er ist kein Naturschutzpark, sondern eine Kulturlandschaft. Damit eine Kulturlandschaft eine Kulturlandschaft bleibt, muss sie – politisch – gepflegt werden. Leider verhinderten wild überwucherte Parzellen lange den Durchblick. Man sah vor lauter Bäumen buchstäblich den Wald nicht mehr! Diese Bäume, das sind für mich beispielsweise die Energiepreise, die zum Verschwenden ermuntern. Diese Bäume sind der gigantische Ausbau der Strassen, der zu einer überbordenden Freizeitmobilität führte und die Billigflüge um den Globus, das sind die im Standby-Modus stromfressenden Geräte wie auch die riesige Abhängigkeit der Schweiz von Rohstoffen aus dem arabischen Raum und dem damit zusammen hängenden verheerenden CO2-Ausstoss. Erst der klimabedingte Sturm, der diese Bäume knickte, brachte den Durchblick. Uns dämmert, dass ein AKW nie ganz sicher sein, dass unser Wohlstand und unsere Sicherheit aber sehr wohl vom ökologischen und ökonomischen Gedeihen unserer Mitbürger in anderen Weltregionen abhängig ist.

„Als grösstes Marktversagen, das die Welt je gesehen hat“, geisselte der ehemalige Chefökonom der Weltbank, Sir Nicolas Stern, die sich anbahnende Klimakatastrophe.

Die Cleantechszene Schweiz machte es mutig vor und überzeugt mit stichhaltigen Argumenten die Bundesparlamentarier zu einer Reduktion von CO2 Emissionen ausschliesslich im Inland und zu einer Abgabe auf Treibstoffe. Ja diese Firmen habe eingesehen, dass der Klimawandel auch eine ökonimische Chance ist. Diese zarten Oeko-Pflanzen werden wachsen, haben Wachstumschancen gerade auch im Export. Das wären dann, um im Gärtnerjargon zu bleiben, keine Saisonpflanzen mehr, sondern mehrjährige Pflanzen. Pflanzen, die sozial, ökonomisch und ökologisch die bezauberndsten Blüten hervorbrächten. Auch die traumhafte Blüte der Nachhaltigkeit.

Konsequenterweise hiesse dies zum Beispiel, Güter über längere Distanzen auf die Schiene zu verfrachten und den Ausbau des Öffentlichen Verkehrs in den Agglomerationen voranzutreiben.

Auch die anstehende Revision des Raumplanungsgesetzes ist dabei ganz wichtig, denn die Zersiedlung der raren Ressource Land führt zu Mehrverkehr, der eingedämmt werden muss. Daher ist das Gebot der Stunde konsequent „verdichtetes Bauen“ mit integrierten Grünflächen, hierzu müssen vermehrt auch Dächer- und Fassadenbegrünungen mit einbezogen werden. Auch sollten zahlbare Wohnungen und Häuser durch eine aktive Landpolitik der Gemeinden sichergestellt werden

Auch sollte unser Steuersystem vermehrt den Ressourcenverbrauch (Energie, CO2-Belastung, etc) berücksichtigen und die Arbeitsleistung als Steuerbasis entlasten.